„Du schaust aufs Meer und bis glücklich.“

Von: gecco13

07.Jan.2011

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Kategorie: Uncategorized

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Blende:f/10
Brennweite:60mm
ISO:200
Belichtungszeit:1/0 Sek.
Kamera:Canon EOS 350D DIGITAL

2. Tag/16 Uhr

Wir reißen uns schließlich von La Coruña los und fahren nordwärts. Die Küstenstraße bietet eine atemberaubende Aussicht. Wir können uns kaum satt sehen an all den einsamen Stränden, Wellen und der Natur, die im sonst so kargen Spanien ein wenig an das grüne Deutschland erinnert. Unser Ziel heißt Villarube, um dort Mark Sarpe zu treffen. Der 25-Jährige aus Münster hat ein Auslandssemester in La Coruña verbracht. Allerdings kann er über die Strände hier mehr erzählen als über die Studienbedingungen.

Wir parken neben seinem selbst bemalten Bus. Die Neoprenanzüge hängen schon zum trocknen. Mark sitzt mit seiner Freundin in Klappstühlen in der Abendsonne. Die bewaldete Bucht umrahmt einen menschenleeren Strand. Bis auf ein paar kräuselnde Wellen ist das Meer flach. Es herrscht Ebbe. Wir können nur versuchen uns vorzustellen wie unvergesslich es sein muss, eine Session in dieser Oase der Ruhe zu erleben. Zurückhaltend, fast schüchtern beginnt Mark von seiner Zeit in Galizien zu erzählen, das für ihn zur zweiten Heimat geworden ist. „Ich bin zwei, drei Mal die Woche mit dem Brett draußen. Dabei genieße ich, dass es außerhalb der Saison hier keine Touristen gibt. Ich hasse es mit einem Haufen Leute um die Wellen kämpfen zu müssen.“ Natürlich halte man es auch mit Neo selten länger als eine Stunde im Wasser aus, sagt er und beschreibt den gleichen Eiscreme-Schmerz wie Oscar wenige Stunden zuvor. Aber das sei es wert.

Dass die Locals hier nicht zimperlich sind, hat er selbst schon erlebt. Besonders rings um Ferrol solle man aufpassen. Den schlimmsten Lokalismus allerdings findet man in Doniños. „Die wahrscheinlich beste Welle der Region ist quasi verboten für Ausländer“, erzählt Mark. Unwissende werden von den Locals unter Umständen gern darauf hingewiesen. Gerüchte sprechen auch von zerstochenen Reifen. Doch das vermag Marks Liebe zu diesem Fleckchen Erde kaum zu trüben. Er überlegt sogar hier her zu ziehen: „Ich will am Ozean leben. Du schaust raus aufs Meer und bist glücklich.“ Auch wir würden gern unsere Zelte hier aufschlagen, doch die Zeit drängt.

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